Star
Aus der Nähe gesehen sieht der Star (Sturnus vulgaris) im Prachtkleid richtig Farbenfroh
aus. Das Gefieder wirkt bei Sonnenlicht fast metallisch, ich finde ein toller Effekt, der
leider nur aus der Nähe zu bewundern ist. Die Aufnahme vom Star auf dem Dach zeigt dies sehr schön.
Ein ganz besonderes Verhalten kann während der Zugzeit beobachten werden. Unzählige Stare
vereinen sich zunächst zu kleinen Schwärmen, um sich später zu immer größer werdenden Gruppen
zusammen zu schließen. Zum Herbstzug hatte ich das Vergnügen dies zu beobachten. Ich
muss gestehen, dass ich von den Flugmanövern fasziniert bin und mir immer wieder
die Frage stelle, warum es keine Kollisionen gibt. Eine beeindruckende Leistung.
Als mich ein recht großer Schwarm in niedriger Höhe überflog, war ich überrascht, wie
schnell und zugleich leise die Stare ihre Manöver flogen. Nur ein leises Rauschen von
den endlos vielen Flügelschlägen war zu hören.
Als ein Schwarm im geringen Abstand an mir vorbei zog, hatte ich den Eindruck, dass
sich eine Wand aus Staren gebildet hatte. Die Vögel flogen in einer langgestreckten
Formation, die wie eine vorbeiziehende Wand wirke. Interessanterweise hatte ich
das Gefühl den einen oder anderen „fliegende Fisch“ zu sehen. Erst am Monitor konnte
ich wirklich feststellen, was ich möglicherweise gesehen hatte. Für einen Augenblick
wirken die Vögel irgendwie seltsam anders. Sehen Sie selbst, bei genauer Betrachtung
sind zum Teil "Fische" zu sehen... grins...
Stare übernachten oft im Schilf oder in großen Bäumen. Zunächst sind die vielen
Vögel nur lautstark zu hören. Sieht man sich die Baumkrone genauer an, sind endlos
viele Stare zu entdecken. Zur Nahrungssuche verlassen sie gemeinsam den Baum und machen
sich auf den Weg zu einem nahegelegenen Feld. Nach und nach wird der Vogelschwarm
immer größer bis alle den Baum verlassen haben. Schnell landen die vielen Stare auf
einem gepflügtem Feld oder einer Wiese um Beute zu machen. Sie fressen hauptsächlich
Insekten und Würmer.