Der in Norddeutschland oft vorkommende Mäusebussard (Buteo buteo) hat
sehr unterschiedliche Gefiederfärbungen.
Einige Vögel sind dunkelbraun, andere fast weiß und weitere
stark gescheckt. Beute ergreift der
Vogel mit seinem gelben Lauf nach langem Segelflug oder von
seinem Ansitz aus. Er erbeutet bis zu kaninchengroße Tiere. Seinen
umfangreichen Horst baut der Bussard in Bäumen aus Ästen und Wurzeln.
Die folgende Photoserie zeigt, wie ein heller Mäusebussard von seinem Pfahlansitz
aus startet und nach wenigen Metern auf einem Feld landet und dabei Beute macht. Nachdem
der Greifvogel die kleine Beute verschlungen hat, flog er zu einem anderen Ansitz. Diesmal
sollte es ein Busch sein, von wo er ein weiteres Feld im Überblick hatte. Nach wenigen
Minuten flog der Greifvogel auf das naheliegende Feld und lauerte dort auf Beute. Als
plötzlich etwas im Gras zu sehen war, rannte der Jäger mit schneller Schrittfolge darauf
zu. Die Beute, vermutlich eine Feldmaus konnte flüchten. So kann es gehen, auch ein Bussard
benötigt wie ein Naturfotograf viel Glück um Erfolg zu haben.
Der ganz schwarz gefiederte Kolkrabe (Corvus corax) kann leicht
mit einem Greifvogel verwechselt werden. Die Größe und die rasanten
Flugabläufe erinnern stark an einen Bussard. So kann der Kolkrabe
als größter Singvogel ohne weiteres mit einem Mäusebussard (Buteo
buteo) verwechselt werden. Das Gefieder des Mäusebussard ist sehr
variabel und kann dunkelbraun, fast weiß, oder gefleckt sein, wobei
der Lauf immer gelb und ungefiedert ist.
Am Waldrand sind die rasanten und ausdauernden Revierkämpfe zwischen
Mäusebussard und Kolkrabe nicht selten. Ich hatte das Vergnügen einen
Kampf zu fotografieren. Der Bussard war vom Gefieder glücklicherweise
helle und somit gut von dem schwarzen Raben zu unterscheiden. Immer
wieder griff der Kolkrabe an und es sah oft nach einem Absturz für
beide aus. Letztendlich konnte ich nicht sehen wer gewonnen hat, denn
die Rivalen verschwanden hinter einem Wald.
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