Schleswig-Holsteinische Westküste
Der Nationalpark "Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer" mit seinen großen
Schutzzonen liegt nordwestlich von Schleswig-Holstein. Zu den bekanntesten
Inseln zählen Sylt, Föhr, Amrum und Pellworm. Nicht zu vergessen die kleinen Halligen.
Um die Seehunde und Kegelrobben in den Schutzzonen zu beobachten, sollte man sich
möglichst bei einsetzender Ebbe, zu den Sandbänken fahren lassen. Eine Beobachtungstour
kann von fast allen Häfen aus unternommen werden. Ich unternahm meine erste Tour von
Sylt aus. Allerdings fahre ich lieber vom Hafen Strucklahnungshörn auf Nordstrand um
die Seehunde zu beobachten. Von dort aus kommt man in den schönsten Abschnitt der
Schutzzone 1. Hinzu kommt, dass Nordstrand eine Halbinsel ist und sich so eine einfachere
und günstigere Anfahrt ergibt.
Nicht zu vergessen sind die vielen Bereiche in denen Zugvögel zu beobachten sind. Westlich
von Bredstedt, mitten im Seevogelschutzgebiet liegt die über einen Damm mit dem Festland
verbundenen "Hamburger Hallig". Dort sind Ringelgänse, Weißwangengänse, Austernfischer und
Brandgänse und viele andere Vögel zu beobachten. Auch im "Beltringharder Koog" südlich
der "Hambuger Hallig" und im nördlichstem Koog, dem "Rickelsbüller Koog" kann man sehr
schön Seevögel beobachten. Zugegeben ich bin leider viel zu selten dort...
Das ich gerne zum Sonnenaufgang unterwegs bin, haben Sie sicherlich in den anderen Kapiteln
meiner Webseite entnommen. So kommt es auch, dass ich auf der Halbinsel Eiderstedt zur
frühen blauen Stunde vor Ort war und die Stimmungen festgehalten habe. Besonders der tiefe
Frühnebel und der hinzukommende Sonnenaufgang spielen hier sehr gut zusammen.
Der an der Westküste allgegenwärtige Deich ist Schutzwall und Ausguck in einem. Es ist
immer wieder spannend auf einen Deich zu gehen und sich überraschen zu lassen, wie es wohl
auf der anderen Seite aussehen mag. Es ergeben sich sehr unterschiedliche Bilder. Manchmal
ist das Meer direkt vor dem Deich zu sehen und an anderen Stellen sind endlos weit
wirkende Salzwiesen zu beobachten. Natürlich sind Schafe auf den Deichen überall anzutreffen.
Als ich zur Mittagszeit am Deich in meinem Auto eine Pause machte, sah ich plötzlich
eine große Schafherde im Rückspiegel. Sie sollten durch ein etwa 30m entferntes, offenes
Gatter auf den Deich geführt werden. Als die Herde nur wenige Meter hinter meinem Auto
stehen blieb, erkannte ich, dass sich die Schafe durch meine Anwesenheit gestört
fühlten. Ich fuhr langsam ein Stück weiter. Nun konnten die Schafe ungestört auf ihren
Deich. Es waren wirklich viele. Sie verteilten sich sehr schnell auf dem langen Deich und grasten.
Die Landschaft von Dithmarschen ist flach. Hier gibt es keine Hügel. Die einzigen
Erhebungen sind die Deiche. Die großen weitläufigen Felder, die entlos langen gerade
verlaufenden Straßen und die Windkraftanlagen sind für die Gegend typisch. Ein schönes
Stück Landschaft, was in meinen Augen einmalig ist. Besonders im September zur Erntezeit
des Kohls finde ich es dort besonders schön. Von den Feldern ist der angenehme Geruch
des Kohl zu riechen. Schnell bekam ich Appetit auf ein leckeres Weißkohlmenü zum Mittag...