Naturfotografie Axel Horn
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Møn - Abbruchstelle

Abbruchstelle 1
Abbruchstelle 2
Insel Møn

Die Insel Møn mit der beeindruckenden Kreidefelsenküste liegt in der Hjelm Bucht der Ostsee und gehört zu Dänemark. Am Ostufer von Møn liegt die Steilküste Møns-Klint. Sie zieht sich über etwa sechs Kilometer vom Lille Klint bei Liselund über den Store Klint mit 128 m Höhe bis hin zum Jættebrink. An mehreren Stellen ist der Strand über eine Treppe zu erreichen. Unmittelbar an der Kliffkante sind am Strand große Mengen Feuersteine in mehreren Ebenen aufgetürmt. Die kleineren Steine und verschiedene Versteinerungen sind am Spülsaum zu finden. Eher selten trifft man direkt an der Steilküste auf kleine Sandstrände. Der Strand verändert sich in einigen Buchten kaum, in anderen ergeben sich immer wieder neue Eindrücke. Auf Møn sind neben der beeindruckenden Kreidefelsenküste einige sehr schöne Sandstrände zu finden. Auch das Landesinnere der Insel hat ihren ganz besonderen Reiz. Unmittelbar hinter der Steilküste sind sehr schöne hügelige Bereiche zu finden. Die Landschaft wird im Nordwesten bei Nyord sehr flach.


Die heftigen Herbst- und Winterstürme und der anhaltende Regen haben im Januar 2007 für den größten Abbruch an der Kreidefelsenküste seit fünfzig Jahren gesorgt. Der gut einhundert Meter hohe Kreidefelsen ist in der letzten Januarwoche in die Tiefe gestürzt. Den Felsen habe ich fünf Jahre zuvor in einer ganz besonderen Lichtstimmung fotografiert. Es ist bereits auf der Aufnahme gut zu sehen, dass in diesem Bereich der Küste viel Schlamm und Geröll unmittelbar an dem hohen Kreidefelsen herabgerutscht war.

Møn - Abbruchstelle


Vom Boot aus wurde das Ausmaß des Abbruchs von 2007 sehr gut sichtbar. (Foto links: 2004 , Foto rechts: 2016)
Nach fast 10 Jahren war der Abbruch noch so riesig, dass der Strand noch immer unter mehreren Metern Geröll lag. Ein umgehen des Abbruchs am Strand war unmöglich.

Møn - Abbruchstelle Møn - Abbruchstelle


Die riesige Menge an Kreide, Schlamm und Geröll hat eine etwa zweihundert Meter breite, sowie dreihundert Meter lange und gut fünf Meter hohe Landzunge entstehen lassen. Zu dieser Zeit bestand extrem hohe Lebensgefahr an der Steilküste und alle Zugänge zum Ufer waren aus Sicherheitsgründen gesperrt. Erst Anfang Mai waren die zum Teil defekten Treppen repariert und wieder freigegeben. Natürlich ist es zu jeder Zeit an der Küste gefährlich. Es bröckeln immer mal wieder Teile ab und der zum Teil sehr unscheinbare Schlamm ist sehr tückisch. Die Warnhinweise sollten unbedingt beachtet werden!

Møn - Abbruchstelle Møn - Abbruchstelle Møn - Abbruchstelle Møn - Abbruchstelle

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Die besondere Lichtstimmung an einem sehr verregneten Tag hatte seinen ganz besonderen Reiz. Ich war nicht nur beim ersten Anblick der Abbruchstelle von der Größe und den Erdmassen überwältigt. Es ist einfach riesig gewesen. Immer wieder ergaben sich neue Perspektiven die mich faszinierten. Es spielte kaum eine Rolle, wie stark es geregnet hatte oder wie matschig es war. Ein einmaliges Erlebnis bei dem große Vorsicht und Erfahrung geboten war. Mir gefallen die verschiedenen Farben im Wasser besonders gut. Es sieht einfach fantastisch aus, wie die Farben ineinander übergehen und sich durch die Strömung verändern.

Møn - Abbruchstelle Møn - Abbruchstelle Møn - Abbruchstelle Møn - Abbruchstelle

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Etwa ein Jahr später (Frühjahr 2008) war ich wieder an der riesigen Abbruchstelle. Bei herrlichem Sonnenschein und klarer Luft ergab sich eine ganz andere Lichtstimmung. Mir gefallen die verschiedenen Stimmungen immer wieder sehr gut. Jeder Besuch ist überraschend anders. Die ständigen Naturgewalten haben erwartungsgemäß die Abbruchstelle verkleinert und trotzdem war sie noch immer Riesig. Viel Kreide wurde ins Meer gespült und so war es in einem sehr großen Bereich Milchfarben gefärbt.

Møn - Abbruchstelle Møn - Abbruchstelle Møn - Abbruchstelle Møn - Abbruchstelle

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Im Herbst 2008 ergaben sich ganz andere Möglichkeiten die herrliche Küste zu erleben und im Foto festzuhalten. Nicht nur das Licht war ein ganz besonderes, es war viel weicher als im Frühjahr und die ausgetrockneten Geröllmassen ergaben neue Pfade. Die farbenfrohen Bäume und der leicht bedeckte Himmel ergaben eine einmalig schöne Herbststimmung, die ich auf Møn zuvor so noch nicht erlebt habe.

Møn - Abbruchstelle Møn - Abbruchstelle Møn - Abbruchstelle Møn - Abbruchstelle

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Ich war selbst nach mehreren Besuchen der Abbruchstelle von der Größe und den Erdmassen überwältigt. Ich habe es mir nicht nehmen lassen und habe mir einen Überblick von oben, direkt von der Kliff-Kante verschafft. Sagenhaft, welche Massen ins Meer gestürzt sind.

Møn - Abbruchstelle Møn - Abbruchstelle


Abbruchstelle 1
Abbruchstelle 2
Insel Møn
Das Werk ist einschließlich aller seiner Teile urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Autors unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen und Übersetzungen. Der Autor garantiert, dass es sich bei den Fotografien in diesem Werk um Originalaufnahmen handelt, die digital nicht verändert worden sind.

© Axel Horn, Lübeck

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