Naturfotografie Axel Horn
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Kranichfamilie

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Kranichfamilie
Kranichmoor
Kranichrast
Seeadler jagt Kranich

Kraniche (Grauer Kranich / Grus grus) leben in abgelegenen Moorgebieten, in denen sie meist nur durch ihre lauten trompetenartige Rufe aus zu machen sind. Sie ernähren sich hauptsächlich von Fröschen, Mäusen und Saatkörnern die sie auf weitläufigen und überschaubaren Feldern suchen. Das Nest wird im dichten Wald auf sumpfigen Moorboden gebaut und ist damit gut gegen Feinde geschützt. Altvögel haben eine auffällige Kopffärbung mit einer roten Kappe und sind von den Jungen mit ihrem leicht braunen Gefieder schnell zu unterscheiden. Die jungen Kraniche wachsen sehr schnell und bleiben bis zu einem Jahr an der Seite ihrer Eltern. Zwischen März und Oktober halten sich die Kraniche in ihrer Brutheimat auf und verbringen den Winter in Spanien, Portugal oder Italien. Immer öfter verbringen Kraniche den Winter in nicht so weit entfernten Winterquartieren u.a. auch in Norddeutschland.


Ich war überrascht als ich zufällig auf ein ungewöhnliches Kranichpaar (Grus grus) aufmerksam wurde. Es hat nur etwa 50 m von einer recht häufig befahrenen Nebenstraße sein Nest gebaut und mit der Brut begonnen. Selbst als eine recht lautstarke Gruppe von Wanderern die Straße entlang kam, verhielten sich die Kraniche ruhig. Unglaublich. Bei beiden Altvögeln konnte ich keinerlei Aufregung oder gar Stress feststellen und so konnte ich aus dem Auto heraus einige Aufnahmen machen. Später habe ich gehört, dass das Paar schon mehrere Jahre dort brütet und erfolgreich seine Jungen aufzieht.
In unmittelbarer Nachbarschaft zu dem besonderen Kranichpaar traf ich auf ein anderes Kranichpaar, das wie üblich im Wald brütet. Das Besondere an dem Ort ist die zwischen Wald und den Feldern eine recht häufig befahrene Nebenstraße liegt. Ich beobachtete wie ein Kranich aus dem Wald kam und in aller Ruhe vor meinen Augen über die Straße auf die angrenzenden Felder ging. Dieses Schauspiel wiederholte sich während der Brutzeit mehrfach am Tag. Die Altvögel wechseln sich beim Brüten ab. Über einen längeren Zeitraum beobachtete ich die Kraniche und erlebte einen ruhigen, stressfreien Kranich der mich akzeptierte und sogar auf mich in meinem Auto sitzend zukam. So konnte ich den aus dem Wald kommenden Kranich aus meinem „Versteck“ heraus fotografieren.

Kranichfamilie Kranichfamilie Kranichfamilie

Kranichfamilie Kranichfamilie Kranichfamilie Kranichfamilie

Kranichfamilie Kranichfamilie Kranichfamilie


Nur wenige Tage nach dem Schlüpfen der Küken verlässt die Kranichfamilie ihr Nest. Die ersten Tage verweilt die Familie im Wald und die Jungen werden von da an von ihren Eltern geführt. Später war die Kranichfamilie gemeinsam auf den anliegenden Feldern auf Nahrungssuche. Übernachtet wurde weiterhin im Wald. Ich nehme an auf dem sicheren und abgelegenen Nest. Wenn das Kranichpaar zwei Jungvögel hat schließt sich je ein Jungvogel einem Altvogel an und bleibt in unmittelbarer Nähe zu ihm. Ist es nur ein Jungvogel, so kümmern sich beide Altvögel um den Kleinen. Im Schnitt werden ein bis zwei Junge aufgezogen.
Jeden Tag, kurz nach Sonnenaufgang verließ die Kranichfamilie den schützenden Wald und überquerte pünktlich die Straße. Ganz besonders hat den Kranichen das direkt an der Straße liegende Erdbeerfeld gefallen. Die Jungen hatten zunächst mit den großen unreifen Erdbeeren einige Schwierigkeiten. Sie waren für den kleinen Hals wohl etwas zu groß. Schnell hatten die Eltern dies bemerkt und die Jungen lernten kleinere Beute aufzunehmen.
Eines Morgens musste ich leider feststellen, dass ein Jungvogel fehlte. Die Elternvögel waren sichtlich beunruhigt und reagierten auf Greifvogelrufe extrem nervös. Vielleicht hatte ein Greifvogel ein Junges geschlagen. Das eine Junge wurde von den Eltern abwechselnd geführt. Der Kranich der den Jungvogel nicht in der unmittelbaren Nähe hatte immer wieder gekonnt vom Jungvogel abgelenkt. Es ist erstaunlich wie unsichtbar sich Kraniche verhalten können. Und dennoch kamen sie immer wieder in meine unmittelbare Nähe. Es war sehr angenehm zu spüren das die Kranichfamilie vertrauen hatte. Nach und nach wurde das Junge immer mobiler und konnten ausdauernd den Eltern folgen. Das Nahrungsrevier wurde immer mehr ausgedehnt. Im Alter von etwa zehn Wochen werden junge Kraniche Flügge.

Kranichfamilie Kranichfamilie Kranichfamilie Kranichfamilie

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Bei der Fotografie und meinen Beobachtungen in der Natur vermeide ich grundsätzlich Störungen aller Art. Eher verzichte ich auf eine Aufnahme, wie schön sie auch sein mag. Die hier gezeigten Kranich-Aufnahmen entstanden, aufgrund das sich die normalerweise sehr scheuen Tiere mir gegenüber sehr ruhig und gelassen verhielten. Sie kamen von sich aus, unerwartet nah und gaben mir mehrfach die Gelegenheit zum Fotografieren.


Kranich 1
Kranich 2
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Seeadler jagt Kranich
Das Werk ist einschließlich aller seiner Teile urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Autors unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen und Übersetzungen. Der Autor garantiert, dass es sich bei den Fotografien in diesem Werk um Originalaufnahmen handelt, die digital nicht verändert worden sind.

© Axel Horn, Lübeck

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