Wald - Moor - Brook
Zu jeder Jahreszeit ist ein Besuch im Wald beieindruckend. Dabei spielt es
kaum eine Rolle in welcher Art von Wald man sich aufhält. Ob Auwald, Mischwald,
Laubwald, Nadelwald oder Bruchwald, sie alle haben ihren ganz besonderen Reiz.
Ich selber bin sehr gerne im Bruchwald unterwegs. Ich finde es
im sogenannten Moorwald oder Sumpfwald am natürlichsten, leider gibt es davon
nur wenige. Das Grundwasser steht nahe der Oberfläche und schwank nur wenig.
Im Erlenbruchwald ist hauptsächlich die Schwarzerle (Alnus glutinosa) zu finden.
Es sind kaum andere Baumarten in den hohen Wasserständen auszumachen. Die hohe
Feuchtigkeit kann die Schwarzerle dank ihrer Wurzeln gut verkraften.
Sie wird bis zu 35m hoch, ca. 100 Jahre alt und hat einen Stammdurchmesser von
ca. einem Meter. Besonders durch die Entwässerung und intensive
forstwirtschaftliche Nutzung sind die Erlenbruchwälder gefährdet.
Anders als der Erlenbruchwald ist der Birkenbruchwald als lichter Birkenwald
auf nährstoffarmen Torfböden zu finden. Im sogenannten Brook (Sumpf) ist der
Boden im Gegensatz zum Moor an der Oberfläche nicht Wasserbedeckt und es hat
sich Torf gebildet. Nur Zeitweise ist es dort nass und schlammig.
Ganz anders ist der Laubwald zu verstehen. Unter dieser Bezeichnung sind
die in Mitteleuropa sommergrünen Laubwälder wie Buchenwälder und Eichenwälder
zu sehen. Ein Europäischer Laubbaum soll im durchschnittlich ca. 30.000
Blätter besitzen. Ich würde nicht auf die Idee kommen dies prüfen zu wollen.
Übrings, als Baum wird eine in der Botanik ausdauernde Pflanze bezeichnet,
die einen gut erkennbaren aufrechten verholzten Stamm besitzt, der aus einer
Wurzel kommt und an dem sich Äste befinden, die wiederum Zweige, Blätter und
Blüten ausbilden. Das besondere Merkmal von einem Baum ist der holzige Stamm,
der erst in einer gewissen Höhe eine aus blättertragenden Ästen bestehende Krone entwickelt.
Wie der Name Mischwald schon beschreibt ist er ein Wald in denen Laub- und
Nadelbäume gemeinsam vorkommen. Je nach Bestand einer zweiten Art, die min.
10 Prozent einnimmt, nennt man diese dann Laubmischwald oder Nadelmischwald.
Wenn ich mir vorstelle das ein Laubbaum so viele Blätter hat, frage ich mich,
wie viele Nadeln hat wohl ein Nadelbaum. Natürlich ist dies nicht ganz ernst
gemeint. Der Nadelwald ist ein Wald, in denen fast ausschließlich Kiefern und
Fichten vorhanden sind. Die Kiefern und Fichtenforste sind meist Ende des 18.
Jahrhunderts vom Menschen angepflanzt worden. Hier würden natürlicherweise
Laubwälder zu finden sein.
Diese Aufnahmen zeigen den Wald im Naturschutzgebiet Gespensterwald. Ob es dort
wirklich Gespenster im Buchenwald gibt kann ich nicht eindeutig bestätigen. Obwohl
bei besonderer Lichtstimmung könnte es wirklich etwas gruselig werden. So habe
ich etwas experimentiert und die letzten drei Aufnahmen mit einem Weißabgleich für
Kunstlicht aufgenommen und tatsächlich wirkt der Wald irgendwie unheimlich.
Die Rinde einer großer alter Pappeln ist sehr grob und rau. Es können sich bei
genauem hinsehen verschiedene Strukturen ergeben, die auf den ersten Blick
verborgen bleiben. Manchmal sind auch Trolle oder ähnliche Gestalten zu
entdecken. Es ist erstaunlich was alles an einem alten Baum zu entdecken
ist. Hinschauen lohnt sich...