SriLanka
Die Rundreise begann mit dem Besuch des Elefantenweisenhauses
in Pinnawela. Dort wurden Elefanten täglich im Fluss gebadet. Leider
hatten wir ein wenig Pech, denn an diesem Tag war der Wasserstand
ungewöhnlich hoch. So konnten die Elefanten bei starker Strömung
nicht gebadet werden.
Am Nachmittag besuchten wir den medizinischem Kräutergarten von
Peradeniya und bekamen viele interessante Informationen zu den
verschiedenen Pflanzen und Kräutern. Die Naturheilkunde wird bei
den Einheimischen bis heute sehr groß geschrieben und
das nicht nur aus Kostengründen.
Im Botanischen Garten von Hakgala konnten wir u.a. viele
verschiedene Orchideen und Seerosen bewundern. Ein sehr farbenfroher
Ort. Am Abend hatte ich die Gelegenheit aus dem Hotel oberhalb
der Stadt Kandy einige Fotos von dem im Nebel liegenden Berg
zu machen. Am nächsten Morgen konnte ich weitere Nebelstimmungen einfangen.
Die Fahrt in die Berge von Nuwara Eliya verlief über eine enge
serpentinenreiche Straße. Eine beeindruckende Landschaft die mit
den vielen verschiedenen Grüntönen so typisch für SriLanka ist. Leider
war es ein etwas verregneter Tag und so hatte ich nur wenig
Gelegenheit die zahlreichen Wasserfälle zu fotografieren.
Auf dem Berggipfel hatten wir die Gelegenheit direkt an einem
Abhang den schnell aufsteigenden Nebel zu erleben. Wirklich beeindruckend
war der Temperaturunterschied von gefühlten zwanzig Grad zwischen kalter
und warmer Ebene innerhalb von nur ca. einem Meter. Ein Naturschauspiel
das ich so noch nie erlebt habe. In den Bergen mag das eine ganz normale
Situation sein und trotzdem war es für mich eine tolle Erfahrung. Später
sind wir mit einem Linienbus einige Kilometer den Berg herunter
gefahren. Oh je, war das ein alter klappriger Bus. Bereits beim einsteigen
viel mir auf, dass alle einheimischen Passagiere freundlich wirkten. Es
war sehr schön so viele lächelnde Menschen in einem öffentlichem Verkehrsmittel zu sehen.
Auf der Jeepsafari im Udawalawe Nationalpark haben wir Elefanten im
Sonnenaufgang beobachten können. Eine Situation hat mich am meisten
erfreut: Ein junger Elefant stand zwischen den Eltern im Grünen und
hat in Richtung Kamera geschaut. Durch das Gegenlicht bekam das Motiv
eine außergewöhnliche Stimmung.
Am frühen Morgen konnte ich einen Pfau (Pavo cristatus) beim Flug auf
einen Baum beobachten. Ich war sehr erstaunt, das dieser Vogel so gut
fliegen kann. Ab ca. elf Uhr hatten sich alle Tiere in den Schatten
zurückgezogen. Die Zeit haben wir genutzt um den Park zu verlassen
und einen ganz besonderen Bereich an einem abgelegenen Pfad bei Tissamaharama
aufzusuchen. Dort sind Krauskopfpelikane (Pelecanus crispus), Kormorane, Wasserfasan
und viele andere Tiere zu beobachten. Abschließend zum motivreichen Tag wurden
wir bei Tissamaharama von einem schönen Sonnenuntergang überrascht.
Im Bundala Park konnten wir Buntstörche (Mycteria leucocephala) beobachten. Für
mich ein ganz besonderes Erlebnis, da ich mich für die Weißstörche (Ciconis
ciconia) in Norddeutschland interessiere. Buntstörche leben in einer großen
Kolonie und bauen ihre Nester vorwiegend auf Bäumen. Auch in diesem Park sind
viele verschiedene Reiher zu beobachten. Unter anderem auch der Graureiher, der
auch in Deutschland heimisch und viel scheuer ist. Ganz anders auf SriLanka, hier
lebt man mit den Tieren in Einklang. Als Beobachter kommt man sehr nah an die
Tiere heran. Optimal um das eine oder andere Foto zu machen. Auf den Bäumen
sind immer wieder verschiedene Affen und Flughunde und Streifenhörnchen zu
entdecken. Eine total beeindruckende Vielfalt.
Eine Brutkolonie von Silberreiher (Egretta alba), Seidenreiher (Egretta
garzetta), Kuhreiher (Bubulcus ibis) und Nachtreiher (Nycticorax nycticorax) war
sehr schön aus der Nähe vom einem Wegrand zu beobachten. Dort flogen die
verschiedenen Reiher den Baum, manchmal mit Nistmaterial an. Ein tolles
Schauspiel bei dem innerhalb kurzer Zeit viele Aufnahmen möglich waren. Die
Fluchtdistanz war auch hier sehr gering und die Zeit verging wie im Fluge...
Eine wirklich tolle Rundreise mit vielen einmaligen Eindrücken sollte viel zu schnell vorüber sein...