Skagen
Skagen, genauer Skagen Grenen, die nördlichste Spitze Dänemarks,
dort wo die Nordsee und die Ostsee aufeinandertreffen, trifft man auf unberührte Dünen. Ich meine ein sehr schöner Ort.
Dabei spielt es keine Rollen, ob man von Gamle Skagen (Højen) oder Skagen Grenen spricht.
Nirgends sonst sind die beiden so eng beieinanderliegenden Meere zu bestaunen.
Die Landzunge "Skagen Odde" verändert ihr Aussehen und wächst durch die ständige Meeresströmung,
die Sand und Steine mit sich führt und am Nordstrand abgelagert.
So verschiebt sich die Küste mit mehreren Metern pro Jahr immer weiter.
Die Ausdehnung bzw. Verschiebung der Landzunge erklärt die vielen Leuchtfeuer,
die zur Zeit ihrer Erbauung gut platziert an der Spitze der Landzunge lagen. Nach und nach rücken die Feuer immer weiter ins Landesinnere,
dadurch wurde es notwendig, diese zu verlegen oder neue zu bauen. Als der graue Leuchtturm (Det gra Fyr), 1858 gebaut wurde,
befand er sich in der Mitte zwischen den beiden Meeren.
Heute steht er an der Ostküste fast im Wasser.
Im Herzen der Ortschaft Skagen läd der Hafen zum Schlendern über den Fiskehuskaj ein
und man kann die Fischer beim Ausladen ihrer Fracht beobachten.
In den schönen alten Fischpackhäusern kauft man dann frischen Fisch.
Etwas südlich vom Ort Skagen liegt die "Skagen Klitplantage",
der nördlichste bewachsene Bereich Dänemarks. Zu Nordsee hin findet man Sanddünen, östlich Kiefernwald,
Heide und eine versandete Kirche. Die St. Laurentii Kirche wurde in der letzten Hälfte des 14. Jahrhunderts gebaut.
Ich kann mich gut daran erinnern, dass vor ca. 25 Jahren die Turmspitze nur wenige Meter aus dem Sand schaute,
heute ist der Turm ganz zu sehen.