Singvögel
Die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) brütet in Mischwäldern und ernährt sich u.a. von Vogelbeeren. Gerade
im Winter halten sie sich gerne Tage lang in Hecken auf. Die kleinen Beeren werden den ganzen Tag gefressen
und nur selten ruhen sich die Vögel in einem hohen Baum aus. Nach der Pause fliegen sie zielstrebig wieder
in die nahegelegene Hecke. Ich hatte mehrfach beobachtet, dass sie sich einfach vom Baum fallen ließen und
so die kurze Strecke im Segelflug zurücklegten.
Das blaue Farbmuster am Kopf gab dem kleinen Vogel seinen Namen,
Blaumeise (Parus caeruleus). Sie kommt wie andere Meisenarten auch in Wäldern,
Parks und Gärten vor und nistet in Baumhöhlen und natürlich in den
von den Menschen gebauten Nisthilfen. Die Blaumeise ist etwas
kleiner und gewandter als die Kohlmeise (Parus major),
die am Kopf auffällig schwarzweiß gezeichnet ist. Die Kohlmeise
zählt zu den größten Meisen und kommt am häufigsten vor. In Parks
und Gärten sind sie den Menschen als Futterspender gewöhnt und
kommen ohne eine Scheu sehr nah heran.
Die Tannenmeise (Parus ater) ist mit seinem schwarzweißen Kopf
der Kohlmeise ähnlich, unterscheidet sich darin, das sie kleiner
ist und weißgraue Flecken im Nackengefieder trägt. Besonders gern
nistet die kleinste alle Meisenarten in Kiefern,
Fichten und Tannen. Sie ernährt sich hauptsächlich von Spinnen und
Insekten, die sie an dicht benadelten Zweigen fängt.
Die Schafstelze (Motacilla flava) singt meistens von einer erhöhten Sitzwarte aus und
fällt besonders stark durch das markante gelbe Gefieder auf. Auf Grund der vielen
verschiedenen Unterarten ist die genaue Bestimmung
der Schafstelze nicht immer einfach und stellt auch geübte Beobachter immer wieder
vor Probleme. Die bei uns brütende Art nennt
man auch gerne „Nördliche Schafstelze“. Die anderen Arten sind in Südfrankreich,
auf den Balearen, in Italien und in Russland zu finden.
Der sehr scheue Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) brütet im spärlich bewachsenen Gelände mit
steinigem Boden und fängt dort Insekten. Er sitzt gerne auf großen Steinen
oder auf erhöhten Punkten und baut sein Nest in Höhlen am Boden.
Braunkehlchen (Saxicola rubetra) brüten im offenen Gelände wie zum Beispiel Brachflächen.
Der kleine Singvogel sitzt gerne aufrecht auf erhöhten Punkten, wie zum Beispiel Disteln.
Auf Grund, dass ich nur wenige Aufnahmen der folgenden Singvögel gemacht habe,
fasse ich die Photos hier zusammen. Die Grauammer (Miliaria calandra)
sieht im Gegensatz zum sehr farbreichen Stieglitz (Carduelis carduelis) etwas unscheinbar aus,
ist so im offenen Gelände aber viel besser getarnt. Noch farbloser
erscheint die Dorngrasmücke (Sylvia communis).
Sie gehört zu den Insektenfressern und brütet in fast ganz Europa im
offenen Gelände mit Dornenbüschen und Gestrüpp.
Die Feldlerche (Alauda arvensis) gehört zu den in Deutschland häufigst vorkommenden Lerchen.
Sie hält sich meist geschützt in Feldern auf und beginnt nach
Sonnenaufgang mit dem Singflug. Mit schnellen Flügelschlägen flattert der immer rufende Vogel in große Höhen.
Mit etwas Glück sind sie gut im Flug zu fotografieren,
da die Vögel kurz nach dem Start des Singfluges fast senkrecht aufsteigen und dies gut vorherzusehen ist.
Die Bachstelze (Motacilla alba alba) ist ein farbloser, Schwarzweiß wirkender Vogel,
der sein Federkleid auch zur Brutsaison nicht farbig erscheinen läst.
Der sehr flinke Vogel ist in der Nähe zum Wasser im offenen Gelände zu finden.
Der oft vorkommende Singvogel nistet gerne in Mauernischen oder unter Dachziegeln.
Nahrung, u.a. Insekten sucht er rennend am Boden
Auch wenn es sich bei der Amsel (Turdus merula) nicht um eine seltene Vogelart handelt,
ist es doch recht zeitaufwendig und mühsam sie so nah vor die Linse zu bekommen. Es macht einfach Spaß die Vögel zu beobachten.
Um so mehr war ich erstaunt, als ich die Amsel mit weißem Kopfgefieder gesehen hatte. Beim ersten Blickkontakt war ich einfach nur überrascht und
habe keine Aufnahme machen können. Der sehr scheue Vogel kam später wieder zurück und ich konnte das seltene Exemplar fotografieren.