Rügen und Hiddensee
Im Nordosten der Insel Rügen befindet sich die Halbinsel Jasmund mit der beeindruckenden
Kreidefelsenküste. Oberhalb der Steilküste verläuft ein 11km langer Hochuferweg von Sassnitz
nach Lohme durch einen Buchenwald. Die Touristenaktration Nummer eins ist der berühmteste
Kreidefelsvorsprung der Stubbenkammer, der 118m hohe Königstuhl. Ich bevorzuge weniger die
üblichen Touristenwege und so war ich direkt am Ufer der Kreideküste unterwegs.
Von Sassnitz aus besteht die Möglichkeit die Kreidefelsenküste von einem kleinen Schiff aus zu
bestaunen. Diese Gelegenheit habe ich mir nicht entgehen lassen und so habe ich u.a. auch den
berühmten Königsstuhl aus einer anderen Sicht gesehen.
An der Ostküste der Insel Rügen liegt der Ort Binz. Der Ort liegt zwischen der Bucht Prorer
Wiek und dem Schmachter See. Hier kann man vom Strand aus sehr schöne Sonnenaufgänge
erleben. Frühes Aufstehen lohnt sich. Abends ist oft ein farbenfroher Sonnenuntergang am Schmachter
See zu beobachten.
Im Südosten von Rügen auf der Halbinsel Mönchgut findet man zwischen dem Ort Gager und Groß Zicker
schöne Wanderwege, die durch die sogenannten Zickerschen Alpen führen. Hier wachsen u.a. wilde
Birnen, sie sind nur sehr klein. Die 66m hohen Hügel werden extensiv mit Schafen bewirtschaftet. Auch
hier sollte man den direkten Uferweg nicht verpassen. Ebenso ist die Landzunge um Klein Zicker herum
sehr schön.
Ein ungewöhnliches Ausflugsziel sind die Feuersteinfelder im Nordteil der Schmalen Heide. Auf dem
Weg zu den Feldern kommt man durch einen wunderschönen Wald, der sich im Spätsommer sehr farbenfroh
zeigt. Plötzlich steht man, aus dem Wald kommend, auf den Feuersteinfeldern zwischen Heide und
verschiedenen Bäumen. Hier haben sich unendlich viele Feuersteine abgelagert. Erstaunlich ist, dass
die Steine sich so stark verkeilt haben, dass man dort fast wie auf einem befestigten Weg gehen kann.
Schaut man sich die Landkarte von Rügen und Hiddensee an, könnte man meinen das die lang gezogene
Insel Hiddensee im Westen von Rügen eine Art Wellenbrecher vor Rügen darstellt. Die Insel ist fast
Autofrei und mit dem Schiff in etwa einer dreiviertel Stunde zu erreichen. Besonders viel Spaß hat
die Überfahrt mit dem Wassertaxi gemacht. Es benötigt von Schaprode (Rügen) nach Kloster (im Norden
von Hiddensee) nicht einmal die hälfte der Zeit und so ist man vor dem Touristenansturm bereits auf
den Wanderwegen unterwegs.
Ich war von der Höhe der Steilküste im Norden überrascht, denn ich nahm an, dass Hiddensee
flach sei. Ein schöner Küstenabschnitt den man nicht verpassen sollte. Auch die hügelige
Landschaft, dass Hochland rund um den bekannten Leuchtturm Dornbusch ist sehenswert. Das Leuchtfeuer
Dornbusch/Hiddensee steht auf dem 72m hohen Dornbuschhügel und ist selbst 28m hoch. Der weiße Turm
kommt bei bestem Wetter mit blauen Himmel besonders gut zur Geltung.