Norwegen - Huskys und Nordcap
Ein Traum von mir war, in Norwegen mit einem Hundeschlittengespann durch eine wundervolle Landschaft
in Richtung Sonnenuntergang zu fahren. Was soll ich sagen, es stimmt, Träume gehen manchmal in Erfüllung.
In Tromsø bot sich die Gelegenheit zu einer einmaligen Hundschlittenfahrt mit Huskys. Nach einer
kleinen Einweisung wurden wir fast lautlos durch eine wunderschöne, winterliche Landschaft mit
Zwergbirken gezogen. Danach wurden wir in einem großen Lavvo, einem Samenzelt in Empfang genommen
und konnten uns am Lagerfeuer aufwärmen. Ein wunderbares Erlebnis ging viel zu schnell vorüber.
Auf einen zugefrorenen See bei Kirkenes bot sich die zweite Gelegenheit eine Hundschlittenfahrt
mit Alaska-Huskys zu unternehmen. Als Teilnehmer dieser kleinen Safari wurde man mit
spezieller, besonders warmer Kleidung ausgestattet und danach ging es bei –20Grad auf einen
zugefrorenen See. Bei bestem Wetter und herrlichen Sonnenschein ließen wir uns über die ebene
Eisfläche ziehen. Die trockene, eiskalte Luft schnitt im Gesicht und mein Atem gefror in wenigen
Augenblicken auf der Rückseite meiner Kamera. Zum Glück blieb die Frontlinse und der Sucher frei
und ich konnte einige Aufnahmen von der tollen Fahrt machen.
Ein Ausflug zum Nordcap steht bei vielen Hurtigruten-Reisenden ganz oben auf der Wunschliste. Von
Honningsvåg aus geht es mit dem Bus durch die bergige Landschaft direkt zum Nordcap. Eine absolut
schöne, schneebedeckte Landschaft in der nur eine kurzer Stopp am Tufjord eingeplant war. Am
Nordcap selbst hat man ausreichend Zeit sich das 307m hohe Plateau anzuschauen und Fotos von dem
berühmten Wahrzeichen zu machen. Interessant ist, dass der nördlichste Punkt Europas nicht das
Nordcap-Plateau ist, sondern die westlich liegende kleine Spitze Knivskjellodden.
Seit Mai 2002 fährt das MS Trollfjord für die Hurtigruten Flotte und ist mit seinen 135,75m Länge
und 21,5m Breite eines der drei größten Schiffe der Flotte. Aus meiner Sicht ist es ein sehr ruhiges
und sehr gut durchdachtes Schiff, auf dem man nichts vermisst und sehr gut betreut wird.
Zu empfehlen ist eine Kabine an Deck 6, denn von dort ist man mit wenigen Schritten draußen an
Deck. Dort ist es möglich rund um das Schiff herum zu gehen und den weiten Ausblick zu genießen. Über
kurze Wege und den beiden Treppen, bzw. Fahrstühlen ist man eben so schnell ganz oben auf Deck 9
draußen oder in der gemütlichen Panorama Lounge. Besonders in der Winterzeit ist das Schiff nicht
ausgebucht und es herrscht eine angenehm ruhige Atmosphäre.
Es wurden Durchsagen gemacht, wenn etwas interessantes zu sehen war.