Schleswig-Holsteinische Westküste
Der kleine Ort Friedrichskoog liegt im Landkreis Dithmarschen und wurde durch die
Seehundstation und den Fischereihafen bekannt. Hier im Hafen sind die meisten Krabbenkutter
an der Schleswig-Holsteinischen Westküste beheimatet. Ein sehr schöner langgezogener
ruhiger Hafen, an dem immer etwas zu entdecken ist. Große und kleine, zum Teil historische
Krabbenkutter und der direkte Verkauf der fangfrischen Krabben sind sein Markenzeichen.
Der eigentliche Kur und Badeort heißt Friedrichskoog-Spitze und liegt, wie der Name schon
vermuten lässt an der nördlichen Spitze von Dithmarschen. Hier kann man die Stille im Vorland
und auf den Deichen genießen und den hektischen Alltag vergessen. Etwas unpassend ist da
schon der Blick auf die Bohrinsel „Mittelplate“. Sie ist irgendwie immer präsent, besonders
beim fotografieren ist sie mir immer wieder aufgefallen. Übrings Mittelplate ist das größte
Ölfeld Deutschlands.
Im Landkreis Nordfriesland liegt der kleine Ort Westerhever, der vielen durch sein
Wahrzeichen, dem Leuchtturm Westerheversand bekannt sein dürfte. Er steht auf der Halbinsel
Eiderstedt und ist rundum von geschützten Salzwiesen umgeben. Der Turm wurde 1906/07
erbaut und 1908 in Betrieb genommen und das Leuchtfeuer ist auf 41m
angebracht. Im diesem Jahr (2006) wurde der Leuchtturm zum einhundertjährigem Jubiläum neu
gestrichen, was die sehr intensive rote Farbe auf den Fotos erklärt. Übrings, das Leuchtfeuer
soll bei guter, klarer Sicht sogar auf Helgoland auszumachen sein.
Auch wenn der Leuchtturm bestimmt millionenfach fotografiert wurde, konnte ich es mir nicht
verkneifen und musste dort hin wandern um einige Aufnahmen zu machen. Zugegeben, es gibt
vielleicht interessantere Aufnahmen, aber für mich zählte einmal mehr der schöne Tag und
das Erlebnis dort gewesen zu sein.
Das Nordseeheilbad St. Peter-Ording liegt im Landkreis Nordfriesland. Das
markanteste Wahrzeichen sind die Pfahlbauten die am ca. 12 km langen Sandstrand
entlang gebaut wurden. Insgesamt wurden fünf Baugruppen errichtet, die je aus
drei Gebäuden für Gastronomie, Badeaufsicht und Toiletten bestehen. Mir persönlich
gefallen die Bauten am Strandabschnitt der „Badestelle Ording“ am besten.
Zur frühen Morgenstunde konnte ich so gut wie alleine den Ausblick aufs Meer
genießen. Später wurde es schnell voll. Der endlos breite und lang wirkende Strand
zieht viele Sportler an, die u.a. Kitebuggy fahren. Kitebuggy's sind dreirädrige
Gefährte, die ein lenkbares Vorderrad haben und vom Kite angetrieben werden. Je nach
Wind können Geschwindigkeiten bis zu 100Km/h erreichen. Also Vorsicht und auf die
Hinweise, sowie Absperrungen achten!
Natürlich finden sich auch viele Badegäste, Spaziergänger, Nordic-Walker und Jogger
am großzügigen Strand ein. Genügend Platz ist für alle da. Auch zum Ausruhen und
Sonnen gibt es viele Möglichkeiten wie z.B. in einem Strandkorb. Es ist sogar möglich
in einem Strandkorb zu surfen. Natürlich nicht ganz so sportlich, denn ich meine damit, mit
einem Notebook per Wireless-LAN im Internet zu surfen. Die entsprechenden Hotspots (Antennen)
sind auf den Dächern der Pfahlbauten montiert.
Ebbe und Flut spielen natürlich auch in St. Peter-Ording eine große Rolle. So konnte
ich bei Ebbe weit in die Badezone hinausgehen. Dort ergab sich ein interessantes
Motiv, denn die Badebojen lagen auf dem trockenen und im Hintergrund war ein Pfahlbau
zu sehen. Später bei Flut kam ich wieder an diesen Ort und nahm zum Vergleich den Pfahlbau noch mal auf.
Im Herbst ändert sich das Erscheinungsbild von St. Peter-Ording oft schneller als man dies
annehmen würde. Das Wetter schlägt in kurzer Zeit um und es entsteht eine ganz besondere
Lichtstimmung. Dieser ganz besondere Reiz zieht viele Menschen an den endlos weiten Strand.
Im Norden der Nordseeinsel Sylt befindet sich im Listland, zwischen dem Ort List und dem
Weststrand, ein besonderes Naturschutzgebiet mit einer großen Wanderdüne. Sie ist
etwa 1,3Km lang, 400m breit, 30m hoch und wird durch den oft lang anhaltenden Westwind
nach Osten getrieben. Innerhalb eines Jahres wandert die Düne zwischen drei und sieben
Metern. Um die Düne herum wachsen hauptsächlich verschiedene Gräser und Heide. Das streng
geschützte Gebiet darf nicht betreten werden und es bleibt der Blick auf die Wanderdüne
von der Straße oder vom Parkplatz aus.