Am etwa 60m hohen Vogelfelsen auf der Hochseeinsel Helgoland ist zur Brutzeit
eine Kolonie Trottellummen (Uria aalge) und Dreizehenmöwen (Rissa tridactyla) sehr
gut aus der Nähe zu beobachten. In der Kolonie herrscht zwischen Sonnenaufgang
und Sonnenuntergang ständig Betrieb. Beide Arten sind unmittelbare Nachbaren und
verhalten sich deutlich entspannter als die größeren Basstölpel, die
auch in den Steilwänden brüten.
In Norddeutschland ist die Dreizehenmöwe (Rissa tridactyla) eher selten in
Häfen oder im Binnenland zu beobachten. Sie brütet hauptsächlich in großen
Kolonien in einer Steilwand auf einem kleinen Felsvorsprung. Das Nest ist
sehr klein und bietet kaum Platz für den brütenden Altvogel. Es ist immer
wieder erstaunlich, wie geschickt die Möwen in der Steilwand landen und
extrem wenig Platz benötigen.
Die Trottellumme (Uria aalge) sieht im ersten Moment ein wenig wie
ein Pinguin aus, dies ist nicht der Fall, denn die Lumme gehört zur
Art der Alke. In einer großen Kolonie in den hohen Klippen an Steilküsten
legen sie ein Ei direkt auf einen winzigen Felsvorsprung. Das birnenförmige
Ei kann auf Grund seiner Form nicht wegrollen und in die Tiefe stürzen. Die
Eltern erkennen ihr Ei am einmaligen Fleckenmuster und es wird mit dem
Kopf zur Steilwand im Stehen gebrütet. Es ist erstaunlich, wie geschickt
die Vögel sich in der Steilwand verhalten.
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