Kranich
Kraniche (Grus grus) leben in abgelegenen Moorgebieten, in denen sie meist nur durch ihre
lauten trompetenartigen Rufe aus zu machen sind. Sie ernähren sich hauptsächlich von Fröschen, Mäusen und Saatkörnern,
die sie auf weitläufigen und überschaubaren Feldern suchen. Das Nest wird im Wald auf sumpfigen Moorboden gebaut und ist flach.
Zwischen März und Oktober halten sich die Kraniche in ihrer Brutheimat
auf und verbringen den Winter in Spanien, Portugal oder Italien. Zur Brutzeit sind die Vögel kaum zu sehen oder
zu hören. Erst wenn die Jungen groß geworden und flügge sind, kann man die Kranichfamilien regelmäßig, meist auf
Feldern am Waldrand beobachten. Die Altvögel haben eine auffällige Kopffärbung mit einer roten "Kappe" und
sind schnell von den Jungen mit ihrem farblosen Gefieder zu unterscheiden.
Vor dem herbstlichen Zug ins Winterquartier sammeln sind die Kraniche an besonderen
geschützten und ruhigen Übernachtungsplätzen. Tag für Tag treffen immer mehr Kraniche
zum Sonnenuntergang ein. Sie fliegen den Ruheplatz in geringer Höhe und meistens in
Richtung untergehender Sonne an. Sie flogen teilweise von rechts kommend einen
Bogen und dann über mich hinweg. Ein wenig später ging die Sonne unter und es ergaben
sich weitere schöne Motive im Abendhimmel.
Der Vollmond ging auf und es kamen immer mehr Kraniche geflogen.
Um den Mond und die davor fliegenden Kraniche optimal, wie mit dem menschlichen
Auge gesehen, abzubilden war es erforderlich eine Doppelbelichtung zu machen. Mit
anderen Worten, ich habe eine Aufnahme mit optimalen Einstellungen vom Mond und dann
eine Aufnahme mit passenden Parametern von den Kranichen gemacht. Beide Aufnahmen
habe ich dann zusammen gefügt. Übrings mit DIA´s ist dies direkt in der Kamera möglich.
Auf dem darauf folgenden Morgen fliegen die Kraniche verschiedene Felder an, auf
denen sie sich für den langen Zug in den Süden stärken. Es bilden sich auch hier
verschieden große Gruppen. Ich hatte das Gefühl, dass die „Frühaufsteher“ unter den
Kranichen die Gegend erkunden und nach den besten Feldern Ausschau halten. Sind bereits
einige wenige Kraniche gelandet, dauert es nicht mehr lange und es folgen kurz darauf immer mehr.
Im sogenannten Ruderflug kommen die laut rufenden Vögel schnell näher und gehen kurz
vor der Landung in den Gleitflug über. Sind die Kraniche kurz vor ihrem Ziel, drehen
sie sich zur Seite und fliegen gegen den Wind direkt ihr Ziel an. Diese Manöver sehen
mitunter sehr spektakulär aus und man bekommt den Eindruck, dass die sonst sehr eleganten
Kraniche kurz davor sind die Kontrolle zu verlieren.