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Haubentaucher

Um ins warme Gefieder des Altvogels zu gelangen sind eigentlich zwei Wege möglich. Der eine über den Bauch und der andere über den deutlich flacheren Rücken. Mehrfach konnte ich beobachten, dass der Weg über den Bauch auf den Rücken versucht wurde. Dort finden die Kleinen kaum halt und so lernen sie schnell den einfachen Weg über den Rücken zu nutzen.

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Im Gefieder angekommen, schauen sich die Küken gerne noch einmal um. Anschließend machen sie es sich im Gefieder gemütlich. Besonders an einem Regentag war ich ganz schön neidisch, denn ich stand sozusagen ungeschützt im Dauerregen.

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Die Gefiederpflege scheint dem Weibchen viel mehr Spaß zu machen, zumindest verbringt sie viel mehr Zeit damit als das Männchen. Das Männchen schwimmt eher weitere Strecken um an Beute zu gelangen. Recken und Strecken entspannt, manchmal ist dabei eine Flosse zu sehen.

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Die Kleinen werden vom Altvogel nicht nur mit Fisch, sondern auch mit Insekten und Wasser versorgt. Zunächst sah es für mich so aus, als ob der Altvogel nichts an die Jungen übergeben wollte, dann stellte ich aber ich fest, dass auch Wasser von Schnabel zu Schnabel übergeben wird.

Kommt der Partner nach der Jagd mit Beute zurück, kündigt er sich mit lauten rufen an. Die oft dösende Familie am Nest wird schnell aktiv. Die Jungen halten Ausschau und warten sehnsüchtig auf Futter.

Die Futterübergabe schein einfach und doch kommt es zumindest in den ersten Tagen vor, dass ein kleiner Fisch beiseite fällt oder doch ein wenig zu groß ist. Gerne übernimmt der auf dem Nest sitzende Altvogel die Beute und versucht die Kleinen damit zu füttern. Es ist erstaunlich, wie schnell die wenige Tage alten Küken die im Verhältnis recht großen Fische verschlingen. Gelingt dies nicht, wird der Fisch vom Altvogel selbst gefressen.

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Das der auf dem Nest verweilende Haubentaucher immer wieder Insekten im Visier hatte, konnte ich öfter beobachten. Ich war überrascht, wie blitzschnell eine vorbeifliegende Libelle gefangen wurde und anschließend mit viel Geduld an einen der Jungen verfüttert wurde.

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Besonders beim ersten Ausflug nach dem Verlassen des Nestes schauen sich die Kleinen in der Gegend um. Ich hatte den Eindruck, dass es ihnen viel Spaß macht einen Ausflug auf dem Rücken der Eltern zu unternehmen.

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Die Kleinen fühlen sich auf dem Rücken des Altvogels sichtlich wohl. Die drei Jungen haben sich erwartungsgemäß unterschiedlich schnell entwickelt. So kommt es, dass das älteste Küken mehr Erfahrung gesammelt hat als seine Geschwister. Kommt der andere Altvogel nach der Beutejagd in die Nähe der Familie, wird die Beute normalerweise an die Jungen übergeben, die mit lang gestrecktem Hals um Nahrung betteln. Nach wenigen Tagen wird das ältere Küken bereits einiges frecher. Es verlässt den Rücken sobald der Altvogel mit Beute zu sehen ist und schwimmt ihm entgegen. Ich konnte gut beobachten, dass der beutebringende Altvogel die Nahrung trotzdem gerecht an die drei Jungen verteilt hat. Da hat alles betteln und am Schnabel des Altvogels picken nichts gebracht.

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Die Eltern wechseln sich wie bei der Brut mit der Betreuung der Jungen ab. Da die Jungen das gemütliche Gefieder anscheinend nicht gerne verlassen, werden sie einfach mit einigen Flügelschlägen aus dem Gefieder geschüttelt. Die Kleinen plumpsen förmlich ins Wasser. Da das schwimmen und tauchen den Nestflüchtern angeboren ist, sieht es zwar etwas ruppig aus, stellt aber keinerlei Problem für die Lütten da. Sie schwimmen zum anderen Elternteil und klettern auf den Rücken.

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Nach rund zwei Monaten haben die Jungen viel von ihren Eltern gelernt. Sie folgen zwar noch immer den Eltern, sind aber zunehmend Selbstständig. Ich konnte gut beobachten, wie sich die gesamte Familie in der Mitte eines Sees aufhielt und die Ruhe genossen. Allerdings ganz so ruhig wie es auf den ersten Blick schien war es nicht. Die Jungen haben unaufhörlich um Nahrung gebettelt. Die Elternvögel haben dies anscheinend mit Gelassenheit ignoriert und ihren Jungen die besten Plätze zum Fische fangen gezeigt. Dort lernen die Jungen schnell immer besser Beute zu machen. Schon bald werden die Jungen ihren eigenen Weg schwimmen ...

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Nach der Brutsaison legen auch Haubentaucher ihn Prachtkleid ab und sind im Schlichtkleid unterwegs. Die eintönige Farbe kommt im Nebel wie ein Tarnkleid rüber.

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Hier kommen Sie zur Fotoserie:

- Haubentaucher erster Teil -


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