Fossilien
Es ist faszinierend wenn man ein Gestein in den Händen hält, was viele Millionen
Jahre alt ist und etwas von der Entstehungsgeschickte der Erde erzählt. Die
schönsten Versteinerungen habe ich an der Ostseeküste auf der Insel Møn gefunden. Dort
bricht immer wieder etwas von der Steilküste ab und es werden Fossilien freigelegt.
Donnerkeile und Seeigel sind dort oft zwischen den vielen Steinen am Strand zu
finden. Die zum Teil sehr kleinen Fossilien sind nicht immer auf den ersten Blick
zu finden. Allerdings ist kann man bei der Suche mit etwas Übung recht
schnell erfolgreich sein.
Seeigel kann man überall in Norddeutschland und Dänemark finden. Sie gehören zu
den häufigsten Fossilien an der Ostseeküste und sind besonders gut an Steilküsten
zu finden. Es gibt zwei Gattungen, die irregulären Seeigel und die regulären
Seeigel. Die regulären Seeigel sind symmetrisch, seine fünf Platten, der Mund
und After sind exakt fünfstrahlig ausgerichtet. Die unsymmetrischen, irregulären
Seeigel sind viel häufiger zu finden und dabei nicht weniger faszinierend.
Als „Klapperkugel“ oder „Klapperstein“ werden oft die kugelrunden
Flintsteine bezeichnet die einen Kieselschwamm (Plinthosella) im
inneren enthalten. Ist der Hohlraum größer als der Schwamm selbst, kann
man beim schütteln ein Klappern wahrnehmen, daher die treffende
Bezeichnung. Leider sind die bis zu fünf cm großen Kugel sehr selten zu
finden. Viel öfter findet man kugelrunde Flintsteine die nicht klappern.
Selten habe ich ein so schönes Exemplar eines Kopffüßer (Cephalopoda)
gesehen. Der runde Kalkstein scheint perfekt für diese Art von Fossilien
zu sein. Zu den Cephalopoden zählen u.a. Kalmare, Kraken und Nautilus.
Selten ist ein gut erhaltenes, aufgerolltes Gehäuse eines Cephalopoden
zu finden. Mit einer breite von etwa drei Zentimeter ist es nicht
besonders klein und doch schwierig zu finden. Es gibt sehr viele verschiedene
Kopffüßer (wirbellose Tiere) und so ist die Bestimmung oft nicht einfach.
Orthocerenbruchstücke bezeichnet man die Bruchstücke der Gehäuse von
Orthoceren, auch „Geradhörner“ genannt. Dies sind entfernt verwandte
der heutigen Kraken und Kalmare.
Der Donnerkeil ist mit Sicherheit das bekannteste Fossil an der
Ostseeküste Norddeutschlands und Dänemarks. Oft sind sehr kurze etwa
zwei Zentimeter große Exemplare zu finden. Bei längeren, spitz
zulaufenden Exemplare ist manchmal der dornartige Fortsatz noch
erhalten. Bei dem Donnerkeil handelt es sich um ein Fossil des
Belemnitentiers. Es gehört auch zu den Kopffüßern (Kalmar, Krake).
Die nur wenige Zentimeter kleinen Kelche der Einzelkoralle (Parasmilia) sind
wirklich nicht einfach zu finden. Wie aus dem nichts taucht selten ein
Exemplar in Kalkstein zwischen großen Flintsteinen oder Feuersteinen auf.
Flintsteine mit einer Muschel oder einem Abdruck einer Muschel sind nicht
selten und doch findet man manchmal ein ganz besonderes Exemplar. Dies hier
gezeigte wirkt aus dem richtigen Blickwinkel wie ein Gesicht. Die etwa zwei
Zentimeter große Halbkugel mit der Muschel hat mit etwas Fantasie eine
ganz besondere Ausstrahlung.