Die Rundreise mit dem Namen „Romantisches Cornwall“ versprach viele Eindrücke von der englischen
Halbinsel Cornwall, die den westlichsten und südlichsten Punkt von England darstellt. Östlich grenzt
sie an Devon. Beeindruckende Steilküsten am Atlantischen Ozean, traumhafte Strände
und kleine malerischen Dörfer prägen die Landschaft von Cornwall.
Die Reise führte von Calais in Frankreich mit der Autofähre über den Ärmelkanal nach
Dover, am äußersten Südosten Englands. Hier ist der Ärmelkanal nur 34Km schmal und die Überfahrt ist
mit 90min. angenehm kurz. An der Küste von Calais beeindrucken die langen Sandstrände.
Dover ist u.a. für seine Kreidefelsenküste bekannt, die kurz vor der Einfahrt in den Hafen zu
bestaunen ist. Die Klippen sind bis zu ca.106 Meter hoch. Ich hatte den Eindruck, dass sie eher
steinig sind und nicht ganz so viel Kreide wie zum Beispiel auf der dänischen Insel Møn enthält.
Die Reise führte am Monument Stonehenge vorbei, zu dem es bis heute viele Spekulationen gibt, wie
es zum Beispiel gebaut und die großen Blausteine an diesen Ort transportiert wurden. Ein
faszinierender Ort, an dem leider durch die endlos vielen Besucher keine Ruhe zu finden ist.
In Rye konnte ich im kleinen Hafen Aufnahmen bei Ebbe machen. In den kleinen Gassen mit ihrem
mittelalterlichen Charakter bliebt noch etwas Zeit um in der Kleinstadt zu verweilen.
Als Ausgangspunkt für verschiedene Ausflüge durch Cornwall liegt Penzance an der Mounts Bay sehr
günstig. Von der Strandpromenade aus sind u.a. die sehr schön angelegten Gärten zu bewundern. Im Hafen
konnte ich leider den großen Tiedenhub zwischen Ebbe und Flut von etwa sieben Meter nicht
beobachten. Dennoch war es beindruckend, wie schnell sich das Wasser aus dem Hafenbecken zurückzog.
Besonders viele Besucher zieht es auf die Insel St. Michael’s Mount, sie liegt vor Marazion und
kann bei Ebbe über einen Damm erreicht werden. Mich hat der Anblick zum Sonnenaufgang am meisten beeindruckt.
Im Nachbarort Newlyn ergaben sich am frühen Morgen schöne Motive vom Fischereihafen. Hier habe ich
direkt am Hafen das beste „Fish and Chips“ Menu gegessen.
In Cornwall ist das Klima besonders mild, was auf den Golfstrom zurückzuführen ist. Es wachsen viele
verschiedene subtropische Pflanzen. Im Winter gibt es weder Frost noch Schnee, es wird im Schnitt
nicht kälter als +6Grad. So kann in der Region bis zu dreimal im Jahr geerntet werden.
Ganz besonders hat mich das kleine Fischerdorf Mousehole beeindruckt. Es soll eines der schönsten
in ganz Großbritannien sein. Die kleinen Häuser sind aus Granitstein gebaut und über sehr schmale
Gassen verbunden. Ein herrlicher Ort zum verweilen. In Cornwall sind so gut wie alle Gebäude aus
Granit gebaut, weil der Boden des Landes aus Granit ist. Es ist erstaunlich, dass zwischen den
Granitfelsen exotische Pflanzen und Palmengewächse wachsen. Für mich ein ungewöhnliches Bild, obwohl
mir diese Art von Granitfelsen von der dänischen Insel Bornholm sehr vertraut sind.
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