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Fotoarbeit
Sonnenaufgang und Sonnenuntergang
Gerne bin ich bereits vor Sonnenaufgang unterwegs um besonders schöne Stimmungen
im Foto festzuhalten. Zur frühen Stunde bin ich oft ganz alleine am Strand und
genieße die einmaligen Stimmungen.
Eine zufällig vorbeikommende Spaziergängerin kam kurz nach Sonnenaufgang auf
mich zu und sprach mich an. Sie war von der Situation, dass ich vor dem
Sonnenaufgang stand und fotografierte begeistert. Sie wollte ein Foto von
mir machen. Gerne habe ich dem zugestimmt und habe so ein seltenes
Arbeitsfoto von mir erhalten.
Wenn möglich, lasse ich mir einen schönen Sonnenuntergang nicht entgehen. Sehr
selten bin ich dabei fotografiert worden. Vielen Dank an das nette Paar, dass
ich vor dieser herrlichen Kulisse fotografieren durfte. Ich verzichtete nicht
nur bei dieser Aufnahme auf mein Stativ, da die Verschlusszeiten sehr kurz
sind und ein Verwackeln so gut wie ausgeschlossen ist.
Kreidefelsen
Eine besonders schöne Steilküste ist auf der dänischen Insel Møn zu finden. An den beeindruckenden
Kreidefelsen bin ich mehrmals im Jahr. Ich bin oft erstaunt wie schnell sich der Küstenabschnitt
durch Wettereinflüsse verändert. Bisher habe ich dort kein Stativ eingesetzt. Es ist einfach nicht
nötig, da sich durch die sehr helle Umgebung Verschlusszeiten von 1/1600 oder noch weniger ergeben.
So ist ein verwackeln mit einem auf Blend 8 abgeblendetem Weitwinkel nicht mehr möglich und die
gewünschte Schärfe ist vorhanden.
Schwarzweiß-Foto
Die moderne Digitaltechnik macht bekanntermaßen viel möglich und so habe ich
wieder zur Schwarzweiß-Fotografie zurück gefunden. Mit nur einer Einstellung kann man schnell
und mühelos vom „Farbfilm“ zum „Schwarzweiß-Film“ wechseln.
Es ist einfach prima, wenn man ein Motiv gefunden hat, welches mit verschiedenen Einstellungen
ganz besondere Reize hat. Die Überprüfung der Ergebnisse vor Ort ist mit dem Display der
Kamera sehr gut möglich und stellt für mich eine zusätzliche Unterstützung meiner Kreativität da.
Ebbe, Flut und Sturm
Das Zusammenspiel von Ebbe, Flut und Sturm kann an der Schleswig-Holsteinischen
Westküste wirklich beeindrucken. Es ist dabei zu bedenken, dass der Sturm nicht
nur Sand, sondern auch die sehr salzhaltige Gischt der Nordsee mitbringt. Nicht
gerade beste Voraussetzungen für ein langes Kameraleben. Die besondere Stimmung
lässt sich für meinen Geschmack am besten mit
Standartbrennweiten einfangen. Dies setzt in einigen Fällen voraus, dass man
nah an das Motiv heran kommt. Für mich ist der Einsatz von einem Stativ und
einer Wasserwaage sehr hilfreich. So kann ich am besten Gestalten und bin auf
der sicheren Seite, dass der manchmal kaum sichtbare Horizont gerade abgebildet wird.
Wildlife-Action
Es gibt Tage, an denen zehn Stunden lang nicht viel aufregendes passiert und ich trotzdem
viele Aufnahmen zu ganz unterschiedlichen Themen mache. Nach und nach füllt sich die
Speicherkarte mit verschiedenen Motiven, die vielleicht nicht geplant waren und
sozusagen „besser als nix“ sind. Natürlich kommt es nicht in Frage die Speicherkarte
zu löschen, denn es sind immer gute Foto dabei.
So kann es sein, dass die Speicherkarte fast voll ist und die Akkus so gut wie leer
sind und ausgerechnet dann etwas aufregendes vor die Linse kommt.
Als der jagende Seeadler am späten Nachmittag am Himmel erschien blieb mir mal wieder
keine Zeit und ich hoffte, dass der Akku durchhalten und die Speicherkarte noch genügend
Platz hatte. Rasendschnell verfolgte der Seeadler den Kranich und packte ihn. Meine
Kamera lief am Limit. Der Autofokus hatte ständig etwas in maximaler Geschwindigkeit zu tun.
Der Spielschlag und Verschluss ebenso. Das verbraucht viel Strom. Jetzt schaltete die
Kamera auf Grund des so gut wie leeren Akkus aus dem Schnellmodus in den Normalmodus
zurück. Jetzt hatte ich noch wenig Platz auf der Speicherkarte und konnte noch einige
Fotos machen. Das Geschehen war im „Kasten“. Das war knapp, ich hatte wirklich
viel Glück. Ein tolles Erlebnis.
Übrings, hätte ich noch einen vollen Akku und eine leere Speicherkarte zur Hand
gehabt, hätte es nichts genützt. Die
Situation
wäre während des Wechselns vorüber gewesen...
Rotwild
Mit einer guten Vorbereitung kann man in Schleswig-Holstein
Rothirsche während der Brunft im morgendlichen
Nebel fotografieren. Auch hier gilt es einmal mehr zur richtigen
Zeit am richtigen Ort zu sein und eine entsprechende Ausrüstung
mitzubringen. Grundvoraussetzung ist eine lange Brennweite, eine
möglichst leise Kamera in einem Blimb und eine passende
Tarnung. Der Blimb ist eine maßgeschneiderte Schalldämmung für
die Kamera. Ein möglichst ruhiges Verhalten ist Pflicht um die
scheuen Tiere nicht zu vertreiben. Rothirsche können sehr gut
sehen, hören und riechen, was es nicht wirklich einfach macht
unbemerkt zu bleiben.
Graureiherportrait
Wenn man dieses Photo sieht, kann man fast davon ausgehen, dass diese Aufnahme im Zoo entstanden ist. Ich
habe es selber kaum glauben wollen, aber ich habe es in freier Natur aufgenommen. Allerdings muss ich
zugeben, dass der Graureiher ein wenig an Passanten gewöhnt war. So kam es, dass ich beim Suchen nach
einem schönen Blickwinkel regelrecht von dem anwesenden Graureiher überrascht wurde. Natürlich machte
ich schnell einige Aufnahmen. Kurz darauf wurde es dem Vogel wohl doch zu bunt und er folg davon.
Schwefelporling
An einer alten Eiche habe ich mehrere ca. 35cm große Schwefelporlinge entdeckt. Zuvor hatte ich nicht so
schöne Exemplare gesehen. Ich war leider zu falschen Zeit vor Ort, denn das Licht war nicht optimal und
so kam ich mehrmals wieder dort hin zurück. Das Licht war endlich prima und nun konnte ich in aller Ruhe
die gewünschten Aufnahmen machen. Ich setzte einen „entfesselten“ Blitz ein, damit die dunklen Bereiche
zwischen den Schichten besser ausgeleuchtet wurden.
Photo- und Tages- Plan
Normalerweise plane ich meine Phototouren nicht genau im
Voraus, denn in der Natur wird man immer wieder von vielen
Faktoren überrascht und es ergeben sich Motive, die nicht
wirklich zu planen waren. Hier spielen eine gute Beobachtungsgabe
und natürlich Glück eine große Rolle.
Ganz anders verlief mein Photoprojekt Nord-Ostsee-Kanal. Ich
wollte ein Traumschiff in mitten der schönen Landschaft von
Schleswig-Holstein abbilden. Zunächst informierte ich mich über
die Schiffs-Fahrpläne auf dem NOK. Dann folgte der praktische
Teil, ich war einige Tage vor Ort und habe mir die schönsten
Plätze zum fotografieren gesucht. Damit ich diese schnell
wiederfinden würde, habe ich die Orte mit einer kleinen Zeichnung
notiert. Nun war die Vorbereitung fast abgeschlossen. Ich
brauchte nur noch die Zeiten hochrechnen, wann das Traumschiff
dort sein würde. Ich nahm am kommenden Tag das Traumschiff wie
geplant an meinem ersten Ort in Empfang. Nun brauchte ich nur
noch anhand meines Plans von Ort zu Ort fahren und
fotografieren. Alles war so geplant das sogar der Lichteinfall
zu bestimmten Zeiten kein Zufall war.
Ein ungewöhnlicher, völlig durchgeplanter und spannender Tag
ging schnell zuende und ich hatte die Aufnahmen, die ich
mir erhofft hatte im Kasten.
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Der Autor garantiert, dass es sich bei den Fotografien in diesem Werk um Originalaufnahmen handelt,
die digital nicht verändert worden sind.
© Axel Horn, Lübeck
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